BARF für Einsteiger: So gelingt der Start in die naturnahe Fütterung
BARF für Einsteiger: Natürlich füttern leicht gemacht
BARF klingt für viele Tierhalterinnen und Tierhalter zunächst aufwendig, teuer oder kompliziert. Dabei ist oft genau das Gegenteil der Fall – wenn man weiss, worauf es ankommt.
BARF steht für «Biologisch Artgerechtes Rohes Futter» und orientiert sich an der natürlichen Ernährungsweise von Hunden und Katzen. Statt industriell verarbeitetem Futter kommen rohes Fleisch, Knochen, Innereien und – bei Hunden – ein kleiner pflanzlicher Anteil in den Napf. Ohne lange Zutatenlisten, ohne unnötige Zusätze und mit voller Kontrolle darüber, was das Tier tatsächlich frisst.
Für wen eignet sich BARF?
Grundsätzlich können alle gesunden Hunde und Katzen gebarft werden. Besonders bewährt hat sich diese Ernährungsform bei:
Tieren mit Futtermittelallergien oder Unverträglichkeiten
Hunden mit empfindlicher Verdauung oder wiederkehrenden Magen-Darm-Problemen
Tieren auf einer Eliminationsdiät, bei der jede Zutat kontrolliert werden muss
Tierhalterinnen und Tierhaltern, die genau wissen möchten, was im Napf landet
Aber auch bei gesunden Tieren berichten viele Besitzerinnen und Besitzer nach der Umstellung von positiven Veränderungen: glänzenderes Fell, mehr Vitalität und eine bessere Verdauung.
Was gehört in eine ausgewogene BARF-Mahlzeit?
Eine typische BARF-Ration für Hunde besteht ungefähr aus:
60–70 % Muskelfleisch (z. B. Rind, Poulet, Lamm oder Pferd)
15 % fleischigen Knochen
10 % Innereien, insbesondere Leber
10–15 % püriertem Gemüse und Früchten
Ergänzungen wie Lachsöl, Kalzium oder Grünlippmuschel je nach individuellem Bedarf
Bei Katzen sieht die Zusammensetzung etwas anders aus. Da Katzen reine Fleischfresser sind, entfällt der pflanzliche Anteil weitgehend. Wichtig ist hier vor allem eine ausreichende Versorgung mit Taurin, das in Herz und hochwertigem Muskelfleisch enthalten ist.
Die Umstellung Schritt für Schritt
Der häufigste Fehler beim Einstieg ins BARF ist eine zu schnelle Umstellung. Bewährt hat sich ein schrittweises Vorgehen über zwei bis vier Wochen:
Mit einer einzigen Fleischsorte beginnen – Poulet eignet sich oft besonders gut.
Neue Zutaten erst nach einigen Tagen ergänzen.
Verdauung, Fell und Allgemeinbefinden beobachten.
Zu Beginn eher magere Fleischsorten wählen.
BARF ist grundsätzlich nicht kompliziert. Entscheidend ist jedoch eine ausgewogene Zusammensetzung. Zu viel Muskelfleisch, zu wenige Innereien oder fehlende Mineralstoffe können langfristig zu Mangelerscheinungen führen. Gerade zu Beginn lohnt sich deshalb eine fachkundige Beratung.
BARF ohne Aufwand: Das Goldpfote BARF-Abo
Viele Tierhalter möchten barfen, scheuen jedoch den organisatorischen Aufwand. Genau dafür gibt es das BARF-Abo der Goldpfote.
Gemeinsam erstellen wir einen individuellen Futterplan für Ihr Tier und liefern das passende Rohfutter jede Woche zuverlässig zu Ihnen nach Hause. So sparen Sie Zeit, müssen keine schweren Futtermengen transportieren und haben jederzeit die Sicherheit, dass Ihr Tier ausgewogen versorgt wird.
Unser Fazit
Nach über 30 Jahren Erfahrung sind wir überzeugt: BARF kann eine hervorragende Ernährungsform für Hunde und Katzen sein – vorausgesetzt, sie wird richtig umgesetzt.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten oder Unterstützung bei der Umstellung wünschen, beraten wir Sie gerne persönlich. Kommen Sie einfach bei uns vorbei – wir nehmen uns Zeit für Sie und Ihr Tier.