Warum deine Katze zu wenig trinkt — und was das für ihre Gesundheit bedeutet

Viele Katzenhalter kennen das Problem: Der Wassernapf scheint den ganzen Tag kaum angerührt zu werden. Tatsächlich trinken Katzen von Natur aus erstaunlich wenig – und genau das kann langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen.

Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Massnahmen können Sie die Flüssigkeitsaufnahme Ihrer Katze deutlich verbessern und ihre Gesundheit aktiv unterstützen.

Warum trinken Katzen so wenig?

Das geringe Trinkbedürfnis ist keine Eigenheit Ihrer Katze, sondern biologisch bedingt. In der Natur decken Katzen den grössten Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs über ihre Beute. Rohes Fleisch besteht zu rund 70 Prozent aus Wasser und liefert damit einen grossen Teil der benötigten Flüssigkeit bereits über die Nahrung.

Trockenfutter enthält dagegen oft nur 8 bis 10 Prozent Wasser. Die fehlende Flüssigkeit muss über das Trinken aufgenommen werden – etwas, das vielen Katzen nicht leichtfällt.

Die Folge: Die Nieren müssen über Jahre hinweg mehr leisten, als ihnen eigentlich lieb ist.

Nierenerkrankungen – die stille Gefahr

Chronische Nierenerkrankungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen älterer Katzen. Besonders schwierig daran ist, dass die Krankheit lange unbemerkt bleibt.

Erste Symptome treten oft erst auf, wenn bereits ein grosser Teil der Nierenfunktion verloren gegangen ist. Zu diesem Zeitpunkt sind die Schäden meist nicht mehr rückgängig zu machen.

Deshalb lohnt es sich, bereits bei jungen und gesunden Katzen auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme zu achten. Vorbeugung ist hier deutlich einfacher als eine spätere Behandlung.

Warum viele Katzen Trinkbrunnen lieben

Katzen bevorzugen instinktiv frisches, fliessendes Wasser. In der Natur gilt stehendes Wasser eher als potenzielle Gefahrenquelle, da es schneller verunreinigt sein kann.

Ein Trinkbrunnen macht sich diesen Instinkt zunutze. Das Wasser bleibt in Bewegung, wirkt frischer und animiert viele Katzen dazu, häufiger und mehr zu trinken.

In unserer täglichen Beratung hören wir immer wieder ähnliche Rückmeldungen: Viele Katzen trinken nach der Einführung eines Trinkbrunnens deutlich mehr als zuvor.

Weitere einfache Tipps für mehr Flüssigkeitsaufnahme

Schon kleine Veränderungen können einen grossen Unterschied machen:

  • Mehrere Wassernäpfe in der Wohnung aufstellen

  • Wasser- und Futternapf räumlich trennen

  • Verschiedene Materialien ausprobieren (Keramik, Glas oder Edelstahl)

  • Das Wasser täglich erneuern

  • Trinkbrunnen als zusätzliche Wasserquelle anbieten

Jede Katze hat ihre eigenen Vorlieben. Oft braucht es etwas Ausprobieren, bis die optimale Lösung gefunden ist.

Nassfutter entlastet die Nieren

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Ernährung.

Hochwertiges Nassfutter enthält rund 70 bis 80 Prozent Wasser und kommt damit der natürlichen Nahrung einer Katze sehr nahe. Katzen nehmen dadurch einen grossen Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs bereits über das Futter auf.

Das bedeutet nicht, dass Trockenfutter grundsätzlich ungeeignet ist. Für viele Katzen funktioniert eine Kombination aus Nass- und Trockenfutter sehr gut. Entscheidend ist letztlich die gesamte Flüssigkeitsaufnahme.

Gerade Katzen mit empfindlichen Nieren profitieren häufig von einem höheren Nassfutteranteil.

Auch die Futterqualität spielt eine Rolle

Nicht nur die Menge der Flüssigkeit, sondern auch die Qualität des Futters beeinflusst die Nierengesundheit.

Hochwertiges Katzenfutter zeichnet sich durch:

  • einen hohen Fleischanteil

  • gut verwertbare Proteine

  • eine transparente Deklaration

  • möglichst wenige unnötige Zusatz- und Füllstoffe aus.

Minderwertige Zutaten können den Stoffwechsel und damit auch die Nieren zusätzlich belasten.

Unser Fazit

Katzen trinken von Natur aus wenig – doch genau deshalb ist es wichtig, ihre Flüssigkeitsaufnahme aktiv zu fördern.

Trinkbrunnen, mehrere Wasserstellen und hochwertiges Nassfutter können einen wertvollen Beitrag zur langfristigen Gesundheit Ihrer Katze leisten. Besonders die Nieren profitieren davon.

Wenn Sie unsicher sind, welche Lösung für Ihre Katze am besten geeignet ist, beraten wir Sie gerne persönlich. Mit über 30 Jahren Erfahrung finden wir gemeinsam das passende Futter und die richtige Unterstützung für Ihre Samtpfote.

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